Die Kantone engagieren sich für Austausch und Mobilität von Jugendlichen

Im Schuljahr 2017/2018 wurden in den Kantonen 2000 Mobilitäten mehr als noch im Vorjahr erfasst. Für diese erfreuliche Zunahme ist unter anderem die steigende Zahl der Klassenaustauschprojekte in der Schweiz verantwortlich. Dank der Unterstützung von Movetia konnten fast 8500 Schülerinnen und Schüler sich mit einer Klasse aus einer anderen Sprachregion treffen. Das entspricht einer Zunahme von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen sind allerdings beachtlich.

Die von Movetia publizierte kantonale Statistik fasst die Austausch- und Mobilitätsaktivitäten zusammen, welche die einzelnen Kantone im Schuljahr 2017/2018 erfasst haben. Darin berücksichtigt sind die Schülerinnen und Schüler, die für ein Austausch- oder Mobilitätsprojekt in einen anderen Landesteil oder ins Ausland gereist sind. Zudem wurden nur Klassenaustausch, Einzelaustausch sowie Bildungs- oder Betriebspraktika erfasst, die im Rahmen der obligatorischen Schule oder der Sekundarstufe II (allgemein- oder berufsbildend) absolviert wurden.

Die von den Kantonen gelieferten Zahlen sind ein erster Schritt in Richtung einer umfassenden Statistik, welche in den nächsten Jahren weiter aufgebaut werden muss. Trotzdem ergeben die Zahlen ein Bild über die Intensität und die unterschiedlichen Praktiken in und zwischen den Kantonen. Aus den Statistiken geht hervor, dass Kantone mit einer klaren Strategie, die bereits geeignete Strukturen aufgebaut haben oder ausreichend Ressourcen investieren, die besten Ergebnisse erzielen. Die Aktivitäten und Strukturen der einzelnen Kantone sind in der vorliegenden Ausgabe aufgeführt.

Mit der Schweizerischen Strategie zu Austausch und Mobilität haben sich Bund und Kantone zum Ziel gesetzt, die Erfassung und das Monitoring von Austausch- und Mobilitätsaktivitäten schrittweise zu verbessern. Dies um den Weg zur Vision der Strategie zu messen: «Alle jungen Menschen nehmen im Verlauf ihrer Ausbildung oder im Übergang ins Arbeitsleben mindestens einmal an einer länger dauernden Austausch- und Mobilitätsaktivität teil». Damit werden Austausch, Mobilität und Kooperation fester Bestandteil der Schweizer Bildungspolitik.

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