Neu fördert Movetia Mobilitäten weltweit

Ab 2023 leistet Movetia nicht mehr nur in der Schweiz und in Europa finanzielle Unterstützung für Mobilitäten, sondern weltweit. Die geografische Ausweitung des Mobilitätsangebots entspricht dem politischen Willen des Bundes und ist eine logische Weiterentwicklung des Angebots von Movetia: Nach den Kooperationen werden nun auch die Mobilitäten auf den internationalen Rahmen erweitert. Die neue gesetzliche Grundlage stärkt damit die Qualität des Schweizer Bildungssystems.

Icon zeigt eine Weltkugel von einem Pfeil umkreist

Sie träumen schon lange davon, einmal in Japan zu arbeiten, eine Weiterbildung in Kanada zu absolvieren, in Argentinien zu unterrichten oder einen Austausch in Marokko zu machen?

Dank dem Bundesgesetz über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung (BIZMB), das der Bundesrat vor Kurzem verabschiedet hat, ist dies nun möglich. Seit dem 1. April 2022 gelten flexiblere und dynamischere Regeln für internationale Mobilitäts- und Kooperationsprojekte. Ab 2023 wird Movetia deshalb auch Mobilitäten unterstützen können, die über die Grenzen Europas hinausgehen. Von dieser Ausweitung profitieren sämtliche Bildungsbereiche – von der Schulbildung über die Berufsbildung, die Erwachsenenbildung und die Jugendarbeit bis hin zur Hochschulbildung.

Diese Änderung entspricht dem Bedürfnis der Institutionen, Organisationen und Verbände im Bildungsbereich sowie der Akteurinnen und Akteure in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie alle haben an der Konsultation zum neuen Gesetz im Jahr 2021 teilgenommen.

Von der Ausweitung profitiert auch das Schweizer Bildungssystem

Internationale Mobilitätsprojekte stehen nicht nur Jugendlichen offen. Auch Lehrpersonen, Schulleitungen und Mitarbeitende von Bildungsinstitutionen können teilnehmen. Mobilitäts- und Kooperationsprojekte fördern die Entwicklung persönlicher und fachlicher Kompetenzen wie Selbständigkeit, Selbstvertrauen, Kreativität, Flexibilität und Kommunikation – Eigenschaften, die auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragt sind. Mobilitäten und Kooperationen wirken sich auch positiv auf das Schweizer Bildungssystems aus, indem sie die Internationalisierung stärken.

Die geografische Ausweitung wird ab 2023 umgesetzt. Detailliertere Informationen werden im Rahmen des Projektaufrufs im kommenden November bekannt gegeben.

Passend zum Thema

  • Erasmus+ strategisch für den Hochschulbereich nutzen

    Erasmus+ strategisch für den Hochschulbereich nutzen

    Quer durch Europa nehmen Hochschulen Erasmus+ zunehmend als Motor für Innovation, Kapazitätsaufbau und langfristige institutionelle Entwicklung wahr. Heute ist das Programm weit mehr als nur ein Auslandssemesterprogramm. Strategisch eingesetzt, kann Erasmus+ die Lehrqualität verbessern, den institutionellen Wandel unterstützen und Partnerschaften fördern, die Hochschulen dabei helfen, effektiv auf gesellschaftliche, ökologische, technologische und arbeitsmarktbezogene Herausforderungen zu reagieren.

  • 300 Akteure treffen sich zum Thema Erasmus+

    300 Akteure treffen sich zum Thema Erasmus+

    Rund 300 Akteure aus dem Bildungsbereich sowie Expert:innen aus der Schweiz und Europa sind in den letzten beiden Tagen in Lugano anlässlich der nationalen Konferenz von Movetia zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Perspektiven einer Assoziierung der Schweiz an Erasmus+, ein Ziel, das der Bundesrat für 2027 anstrebt. Das Treffen fand kurz nach der Überweisung des Schweiz-EU-Paket ans Parlament statt, mit dem die parlamentarische Phase des Dossiers eingeleitet wurde.