Erasmus+ für die Hochschulbildung und Höhere Berufsbildung

Der Bundesrat strebt eine Schweizer Assoziierung an Erasmus+ ab 2027 an. Damit die Teilnahme von Schweizer Hochschulen und höheren Fachschulen im Rahmen der angestrebten Assoziierung gelingt, unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung des Übergangs. Hier finden Sie Informationen zu den Erasmus+ Förderangeboten für Mobilität und Kooperation, zur ECHE-Akkreditierung sowie zur allgemeinen Timeline.

Kommt es zur geplanten Assoziierung an Erasmus+, so würden internationale Mobilität und Kooperation ab Juni 2027 nicht mehr über Mittel im Rahmen der sogenannten Schweizer Lösung, sondern über die EU-Kommission bzw. deren Programm Erasmus+ gefördert. Dies führt zu Anpassungen bei den bestehenden Regeln und Rahmenbedingungen, eröffnet gleichzeitig aber neue Möglichkeiten für Projekte, Mobilitäten und Kooperationen und internationale Netzwerke.

Um diesen Übergang vorzubereiten, sind auf Ebene der Hochschulen und höheren Fachschulen sowohl strukturelle als auch operative Massnahmen erforderlich. Ein zentraler Schritt ist dabei die Beantragung der Erasmus Charter for Higher Education (ECHE), die als Voraussetzung für die Teilnahme am Programm gilt.

Für Projektträger:innen der Hochschulbildung und höheren Berufsbildung bedeutet dies, dass für die Projektplanung 2027 zwei Szenarien berücksichtigt werden sollten: die Ausrichtung auf Erasmus+ sowie die Weiterführung über das aktuelle Schweizer Programm. Planen Sie Ihr Projekt daher unter Erasmus+ und halten Sie zugleich eine Einreichung im Schweizer Programm bereit, falls die Assoziierung nicht bestätigt wird. Movetia unterstützt Sie dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Das «Ticket» zu Erasmus+: die ECHE-Akkreditierung

Jede Schweizer Hochschule oder höhere Fachschule, die Erasmus+ Fördermittel beantragen möchte, muss in Besitz einer gültigen Erasmus+ Charta für die Hochschulbildung (ECHE) sein. Diese Charta legt die Grundprinzipien und Mindestanforderungen fest, die bei der Beantragung und Durchführung von Aktivitäten im Rahmen von Erasmus+ erfüllt werden müssen. Eine ECHE-Charta ist Voraussetzung für alle Erasmus+ Mobilitätsaktivitäten und Kooperationen.

Schweizer Hochschulen, die im Call 2027 bei Erasmus+ mitmachen möchten, mussten bereits im Frühling 2026 ihren Antrag auf eine ECHE einreichen. Die nächste Akkreditierung ist für den Call 2028 möglich. Weitere Informationen zum Akkreditierungsantrag und künftigen Terminen finden Sie hier.

Struktur des Programms

Erasmus+ ist entlang drei Leitaktionen, den «Key Actions» (KA), gegliedert. Jede Leitaktion hat einen anderen Fokus. Hier finden Sie eine Zusammenfassung dieser Leitaktionen und ihrer Ziele für die Hochschulbildung und höhere Berufsbildung.  

Diese Leitaktion fokussiert auf die Mobilität von Einzelpersonen. In der Hochschulbildung und Höheren Berufsbildung umfasst diese Leitaktion die Mobilität von Studierenden, Dozierenden und Personal. In der Schweiz wird diese Mobilität aktuell über das Swiss-European Mobility Programme SEMP gefördert. Erasmus+ unterstützt im Rahmen dieser Leitaktion dieselben Typen Mobilität wie das SEMP, mit zusätzlichen Angeboten für kurze und/oder virtuelle Mobilität und einem umfassenden Unterstützungsangebot für nachhaltiges Reisen und Inklusion. Mehr Informationen zur Lernmobilität von Einzelpersonen und zu den entsprechenden Angeboten finden Sie hier.

Diese Leitaktion fokussiert auf die institutionelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und/oder Organisationen. Sie fördert Hochschulkooperationen in Form von Projekten. In der Schweiz werden Kooperationen bis jetzt über das Schweizer Programm zu Erasmus+ und über das Internationale Programm (IP) gefördert. Statt der parallelen Förderung durch Schweizer Mittel und der Teilnahme als assoziierte Partner sollen Institutionen im Rahmen von Erasmus+ zukünftig an der ganzen Bandbreite an Kooperationsprojekten als vollwertige Partnerinnen teilnehmen können. Mehr Informationen zu den Kooperationen und den entsprechenden Angeboten finden Sie hier.

Diese Leitaktion begleitet bildungspolitische Entwicklungen auf europäischer Ebene. Sie fördert politischen Dialog, Synergien und Wissenstransfer, um nationale und europäische Bildungspolitik voranzutreiben. Die Informationen zur Leitaktion 3 finden Sie auf unserer Seite zum Thema Kooperationen

Ergänzend dazu fördern die Jean Monnet-Aktionen im Hochschulbereich Lehr- und Forschungsinitiativen mit Bezug zur Europäischen Union und stärken das Verständnis für europäische Integrationsprozesse im Hochschulbereich.

Vorgehen

Ihre Vorbereitung auf Erasmus+

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    1. Grundlagen kennenlernen

    Machen Sie sich frühzeitig mit dem Programmleitfaden von Erasmus+ vertraut. Er ist das zentrale Referenzdokument für alle Punkte des Programms. Ergänzend empfehlen wir die Nutzung von Materialien und Hilfsmitteln anderer Nationalagenturen, wie beispielsweise des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Österreichischen Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) oder der Agence Erasmus+ France.

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    2. Von bestehenden Projekten lernen

    Auf der Erasmus+ Projektergebnis-Plattform finden Sie geförderte Projekte aus allen Programmbereichen. Nutzen Sie diese zur inhaltlichen Orientierung und um ein Gefühl für die Sprache und Logik von E+-Anträgen zu entwickeln. Beispielanträge und Vorlagen erhalten Sie auch bei Movetia.

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    3. Partner aktivieren

    Ihre Partner können wichtige Tipps für die praktische Umsetzung von Erasmus+ geben. Sprechen Sie zudem bestehende Kontakte frühzeitig auf eine mögliche Erasmus+ Zusammenarbeit an. Internationale Kooperationen brauchen Zeit. Für neue Projektplanungen können Sie ein Gesuch für einen Vorbereitenden Besuch bei uns einreichen.

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    4. Beide Szenarien durchdenken

    Überlegen Sie, wie Ihre Projektidee sowohl unter Erasmus+ als auch unter der Schweizer Lösung aussehen würde; mit den jeweiligen Budgetrahmen, Partneranforderungen und Risiken. Diese Risikoeinschätzung hilft Ihnen, die Idee frühzeitig realistisch vorzubereiten.

Tools und Netzwerke

Eine Assoziierung an Erasmus+ ermöglicht den Schweizer Institutionen der Hochschulbildung und höheren Berufsbildung den Zugang zu Netzwerken, Angeboten und Tools.

Die von Erasmus+ zur Verfügung gestellten Tools dienen der Projektorganisation und -verwaltung. Sie können sich Inspiration für neue Projekte holen, Erfahrungen austauschen oder erhalten Zugang zu Spracherwerbsmöglichkeiten. 

Tools:

Die Netzwerke von Erasmus+ dienen dazu neue Partnerschaften für Projekte zu schliessen oder als teilnehmende Organisation Anschluss zu finden. Sie dienen dem Wissens- und Erfahrungsaustausch (online oder an Veranstaltungen), jedoch auch als Informationsquelle für Ihre Projektplanung.

Die Liste ist nicht vollständig und wird laufend ergänzt.

 

Netzwerke: 

Die Liste ist nicht vollständig und wird laufend ergänzt.

Infos und Veranstaltungen

Mit unserem Newsletter «On the Road to Erasmus+» informieren wir Sie regelmässig zu den wichtigsten Vorbereitungen für die geplante Assoziierung und geben Ihnen einen ersten Einblick in die Angebote von Erasmus+.

Sie erhalten den Newsletter noch nicht? Hier geht es zur Anmeldung.

Veranstaltungen

Im Frühjahr 2026 wird eine Erasmus+ Trainingsserie durchgeführt. Diese bietet eine erste Übersicht über die Key Action 1 (KA1) sowie über die Logik der Bezuschussung in Erasmus+. Weitere Informationen finden Sie auf der Erasmus+-Training Veranstaltungsseite.

Des Weiteren werden aktuelle Veranstaltungen, wie z.B. Webinare zu Erasmus+, regelmässig auf der allgemeinen Veranstaltungsseite von Movetia veröffentlicht.
 

Weiterführende Informationen

  • Erasmus Charter for Higher Education (ECHE)

    Die Voraussetzung für die Teilnahme am Programm Erasmus+ ist der Besitz einer gültigen Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE). Die Charta zielt darauf ab, die Qualität der Studierenden- und Personalmobilität sowie der Kooperationsprojekte zu gewährleisten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, was eine ECHE ist, und wie die Antragstellung funktioniert.

  • Lernmobilität von Einzelpersonen

    Mit Erasmus+ sollen Schweizer Hochschulen und Höhere Fachschulen die Möglichkeit bekommen, ihren Studierenden und Mitarbeitenden ein breites Angebot an Mobilität zu bieten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, welche Rahmenbedingungen gelten, was sich im Vergleich zum Swiss-European Mobility Programme SEMP gegebenenfalls für Sie ändert und welche Aktionen Ihnen bei Erasmus+ zur Verfügung stehen würden.

  • Kooperationen & Jean Monnet

    Mit einer Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ könnten Schweizer Hochschulen und höhere Fachschulen in Kooperationsprojekten gemeinsam an geteilten Herausforderungen arbeiten und den europäischen Bildungsraum mitgestalten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, was sich im Vergleich zur Teilnahme im Rahmen des Schweizer Programms zu Erasmus+ Kooperationen" für Sie ändern würde und welche Fördermöglichkeiten Ihnen bei Erasmus+ zur Verfügung stehen würden.