Zentren der beruflichen Exzellenz Erasmus+

Mit dem Projektformat «Zentren der beruflichen Exzellenz (CoVE – Centres of Vocational Excellence» fördert Erasmus+ Exzellenzprojekte in der Berufsbildung. CoVE schaffen Kompetenz-Ökosysteme, die sowohl lokal verankert als auch international vernetzt sind. Sie bringen Berufsbildungsanbieter, Unternehmen, Sozialpartner, Forschung und weitere Akteure zusammen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die soziale Inklusion in Europa zu stärken – mit Beteiligung der Schweiz.

Proxims pass

Für Institutionen

Nächste Antragsfrist: 17. September 2026 (EU Frist: 3. September 2026)

Für Institutionen

Nächste Antragsfrist: 17. September 2026 (EU Frist: 3. September 2026)

Survista

Per tgi

Berufsbildungsanbieter, Unternehmen, Sozialpartner und weitere Institutionen der Berufsbildung und der Arbeitswelt

Durada

In der Regel 4 Jahre

Nua

  • Hauptsächlich in Europa
  • Zusätzliche Partnerinstitutionen weltweit möglich

Tge che nus sustegnin?

Finanzielle Beteiligung an Personal- und Sachkosten der Schweizer Organisation bis maximal 60% der Projektkosten. 

Tge far

  • Schweizer Institutionen entwickeln mit europäischen Partnerinstitutionen ein Konsortium und planen gemeinsam das Projekt
  • Die Institutionsleitung stellt einen Förderantrag für die Schweizer Teilnahme als «assoziierte Partnerin»

Termins da scadenza

  • Antragsfrist: jährlich im Herbst
  • Nächste Frist: 17. September 2026 (EU Frist: 3. September 2026)
  • Projektstart: analog zum Erasmus+ Projekt

 

Proxims pass

Für Institutionen

Nächste Antragsfrist: 17. September 2026 (EU Frist: 3. September 2026)

En detagl

«Zentren der beruflichen Exzellenz (CoVE)» gehen über Einzelinitiativen hinaus: Sie verbinden bestehende Exzellenzstrukturen und entwickeln diese weiter. Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Kompetenz-Ökosystemen, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Berufsbildung und Arbeitswelt ermöglichen. CoVE schaffen damit Rahmenbedingungen, um innovative Lehr- und Lernmodelle, angewandte Forschung und unternehmerische Initiativen nachhaltig zu verankern und die Berufsbildungssysteme zukunftsfähig zu machen.

Zusammenarbeit stärken

Die Zentren der beruflichen Exzellenz verfolgen einen Bottom-up-Ansatz und fördern die Zusammenarbeit auf zwei Ebenen:

  • National/lokal: Einbezug eines breiten Spektrums von Akteuren in regionalen Kontexten, die gemeinsam die Berufsbildung weiterentwickeln und die regionale Wirtschaft stärken.
  • International: Kooperation zwischen Akteuren mit gemeinsamen sektoralen Interessen oder gesellschaftlichen Herausforderungen, um innovative Lösungen und gemeinsame Ansätze zu entwickeln.

Die Projektaktivitäten sind in drei Cluster gegliedert: Lehre und Lernen, Kooperationen und Partnerschaftensowie Governance und Finanzierungsinstrumente. Jedes Projekt muss in allen drei Clustern Ergebnisse vorweisen und dabei Mindestanforderungen erfüllen: mindestens vier Aktivitäten aus Cluster 1, drei aus Cluster 2 und zwei aus Cluster 3. Beispiele für Aktivitäten:

  • Entwicklung innovativer Lehr- und Lernangebote, die eng mit der Arbeitswelt verzahnt sind,
  • Einrichtung gemeinsamer Strukturen für angewandte Forschung, Innovation und Wissenstransfer,
  • Förderung unternehmerischer Initiativen von Lernenden,
  • Erprobung neuer Kooperations- und Finanzierungsinstrumente,
  • Unterstützung der beruflichen Mobilität sowie des Up-/Reskilling von Fachkräften.

Schweizer Institutionen als assoziierte Partnerinnen von «Zentren der beruflichen Exzellenz (CoVE)»

Schweizer Institutionen können als assoziierte Partnerinnen teilnehmen. Es gelten die Vorgaben des Erasmus+ Programms und die Leitung unterliegt einer Institution in einem Erasmus+ Programmland. Die Schweizer Institutionen erhalten keine EU-Finanzierung, ihre Teilnahme kann jedoch über Movetia finanziert werden. Dafür reicht die Schweizer Institutionen parallel zum EU-Antrag einen Antrag für die Finanzierung der Teilnahme bei Movetia ein. Die Beteiligung und Rolle bei den verschiedenen Aktivitäten muss bereits im EU-Antrag klar beschrieben sein.

Premissas

Für Institutionen:

  • Antragsberechtigt sind alle anerkannten Schweizer Berufsbildungsanbieter, Hochschulen, Unternehmen, Branchenverbände, Sozialpartner, Behörden und weitere Institutionen, die in der Berufsbildung oder Arbeitswelt tätig sind.

Für das Projekt:

  • Die Schweizer Beteiligung als «assoziierte Partnerin» sowie ihre Rollen und Aktivitäten sind im Erasmus+ Antrag klar ausgewiesen.
  • Der Schweizer Antrag wird parallel zum europäischen Erasmus+ Antrag bei Movetia eingereicht, in der gleichen Antragsrunde des gleichen Jahres.
  • Der Förderbeitrag muss angemessen und verhältnismässig sein im Vergleich zu den EU-Partnern und den geplanten Aktivitäten.
  • Mindestens 40 % sind Eigen- oder Drittmittel.
  • Keine Doppelfinanzierung mit anderen Förderangeboten von Movetia oder Erasmus+.
  • Eine Schweizer Teilnahme an einem Erasmus+ CoVE-Projekt kann nur gefördert werden, wenn die europäische Exekutivagentur (EACEA) die Förderung des Erasmus+ Projekts auf EU-Ebene bewilligt.

Contribuziuns da promoziun

  • Maximal 60% der Personal- und Sachkosten der Schweizer Organisation, die einen direkten Zusammenhang mit dem Projekt haben. Mindestens 40% der Projektfinanzierung müssen Sie selber bereitstellen, oder über andere Quellen finanzieren (Fördermittel von Movetia oder Erasmus+ sind ausgeschlossen).
  • Wir behalten uns das Recht vor, die beantragten Mittel zu kürzen.

Criteris da promoziun

Eine Schweizer Teilnahme an einem Erasmus+ Projekt «Zentren der beruflichen Exzellenz» kann nur gefördert werden, wenn die europäische Exekutivagentur (EACEA) die Förderung des Projekts auf EU-Ebene bewilligt.

Die Schweizer Anträge werden anhand der folgenden Qualitätskriterien bewertet – mit Fokus auf das Schweizer Projekt und nicht das gesamte Erasmus+ Projekt:

  • Relevanz des Projekts (30 %)
  • Qualität der Projektkonzeption und -durchführung (20 %)
  • Projektteam und Zusammenarbeit (20 %)
  • Wirkung und Resultate (30 %)

Proceder

Grundsätzlich können alle Mitarbeitenden und Mitglieder ein Projekt initiieren. Der Förderantrag wird im Namen der Schweizer Institution eingereicht.
Folgen Sie diesen Schritten, um Ihr Projekt durchzuführen:

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    1. Projektidee entwickeln und Projektteam bilden

    Sie haben eine Projektidee und möchten diese mit einem Kooperationsprojekt vertiefen. Suchen Sie nach geeigneten Partnerinstitutionen Erasmus+ Ländern, die Expertise in diesem Bereich haben und interessiert sind, diese mit einem Zentrum für berufliche Exzellenz weiterzuentwickeln. Sie können sich auch einem Projekt anschliessen, das bereits in Planung jedoch noch nicht eingereicht ist.

    • Nutzen Sie Ihr persönliches oder berufliches Netzwerk.
    • Besuchen Sie (internationale) Tagungen.
    • Erfahren Sie mehr zum Thema Austauschpartner:in finden.
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    2. Optional: Sich von Movetia beraten lassen

    • Kontaktieren Sie uns, um das Projektformat besser zu verstehen. Wir beraten Sie gerne individuell, um ein geeignetes Förderformat für Ihr Projekt zu finden, oder um Fragen zu Planung, Einreichung und Durchführung zu klären. Das Gespräch kann telefonisch, online oder vor Ort stattfinden.
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    3. Projekt planen

    • Beteiligen Sie sich wenn möglich bei der Konzeption des Projekts und schreiben Sie den Erasmus+ Antrag mit. Stellen Sie sicher, dass Ihre Teilnahme im Erasmus+ Antrag beschrieben und begründet ist.
    • Verfassen Sie parallel dazu Ihren Schweizer Förderantrag. Dazu brauchen Sie insbesondere folgende Texte.
    1. Projektbeschrieb mit den Zielen, den Aktivitäten und den erwarteten Resultaten des Projektes. Vergessen Sie dabei nicht den Mehrwert für das Schweizer Bildungssystem zu erwähnen.
    2. Definieren Sie, welche spezifische Rolle Sie als Schweizer Institution im Zentrum für berufliche Exzellenz (CoVE) einnehmen. Halten Sie die Abmachungen in einer Kooperationsvereinbarung fest.
    3. Projektumsetzung: Beschreibung Sie das Schweizer Teilprojekt in Form von Arbeitspaketen. Geben sie jeweils Ziele, Massnahmen und Aktivitäten, Verantwortlichkeiten, Meilensteine, Dauer und Ort, Indikatoren zur Qualitätsprüfung sowie Budget an.
    4. Beschreiben Sie die Resultate und die erwartete Wirkung des Projekts für die Schweiz sowie wie Sie die Ergebnisse verbreiten.
    5. Projektfinanzierung: Angaben zu Eigenleistung und Drittfinanzierung. Der Beitrag von Movetia darf maximal 60% des Gesamtbudgets decken.
    • Möchten Sie mögliche Projektpartner:innen vor Ort treffen, um sich besser kennenzulernen und gemeinsam am Projektvorhaben zu arbeiten? Sie erhalten finanzielle Unterstützung für einen vorbereitenden Besuch.
    • Berücksichtigen Sie in Ihrer Planung umweltfreundliche Transportmittel. Erfahren Sie mehr zum Thema grüne Mobilität.
    • Haben Sie Menschen mit Behinderungen oder mit physischen, psychischen oder chronischen Krankheiten im Schweizer Projektteam oder planen Sie eine inklusive Veranstaltung? Die Mehrkosten für besondere Bedürfnisse müssen Sie bereits bei der Antragstellung einplanen. Es ist bei Kooperationsprojekten nicht möglich, nachträglich zusätzliche Mittel dafür zu beantragen. Mehr Informationen finden Sie unter Inklusion und Chancengleichheit.
       
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    4. Förderantrag einreichen

    • Die Projektleitung reicht den Erasmus+ Antrag bei der Exekutivagentur (EACEA) in Brüssel ein. Um als «assoziierte Partnerin» am Projekt teilzunehmen und Schweizer Fördergeld bei uns zu beantragen, reichen Sie Ihren Antrag per Mail an international@movetia.ch ein.
    • Halten Sie sich dabei an unsere Frist, normalerweise zwei Wochen nach der Erasmus+ Frist.
    • Eröffnen Sie den Antrag möglichst früh, um sich mit den Anforderungen vertraut zu machen. Wir veröffentlichen die Antragsformulare gemeinsam mit dem Projektaufruf, normalerweise im Dezember. 
       
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    5. Movetia über Erasmus+ Förderentscheid informieren

    • Eine Schweizer Teilnahme an einem Zentrum der beruflichen Exzellenz (CoVE) kann nur gefördert werden, wenn die Exekutivagentur in Brüssel (EACEA) die Förderung des Erasmus+ Projekts auf EU Ebene bewilligt. Deshalb warten wir den Förderentscheid ab. Kommunizieren Sie uns so schnell wie möglich, ob das Erasmus+ Projekt gefördert wird oder nicht.
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    6. Förderentscheid und Vertrag

    • Bei einem positiven Erasmus+ Entscheid prüfen wir Ihren Antrag.
    • Sie erhalten in der Regel innerhalb von 2 Monaten Bescheid mit Informationen zur Evaluation und zum genehmigten Förderbeitrag.
    • Nach einem positiven Entscheid schicken wir Ihnen einen Vertrag zu.
    • Der Projektstart ist im Erasmus+ Projekt festgelegt und gilt analog für die Schweizer Teilnahme.
    • Innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des unterzeichneten Vertrags erhalten Sie 40% der Fördersumme. Weitere 40% erhalten Sie, wenn mindestens 70% der ersten Tranche ausgegeben wurde und frühestens im Folgejahr, 20% nach Prüfung des Schlussberichts.
    • Die Auszahlung erfolgt ausschliesslich an Institutionen mit Sitz in der Schweiz.
       
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    7. Projekt umsetzen

    • Das Projekt startet, alle geplanten Aktivitäten finden während der Projektlaufzeit statt.
    • Allfällige Änderungen an Ihrem Projekt (z.B. Dauer, Projektpartner:in, Budget) können Sie uns mit einem separaten Formular mitteilen. Dieser Antrag muss von Movetia geprüft und genehmigt werden.
    • Während der Projektlaufzeit sollen die Ergebnisse kontinuierlich verbreitet werden – nehmen Sie an Konferenzen teil, publizieren Sie Artikel zum Projekt und sprechen Sie in Ihrem Netzwerk darüber. Weisen Sie dabei auf die Förderung durch Movetia hin und markieren Sie uns online: Über Projekte berichten.
       
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    8. Zwischen- und Schlussbericht einreichen

    • Während der Projektlaufzeit reichen Sie wie vertraglich vereinbart einen Zwischenbericht und nach Ablauf der Projektlaufzeit innerhalb von 60 Tagen einen Schlussbericht ein. Die Formulare dafür stehen online zur Verfügung und umfassen Informationen zum Projektmanagement, zur Projektdurchführung und zu den Ergebnissen. Im Schlussbericht ist auch eine Aufstellung der tatsächlichen Kosten für das gesamte Projekt fällig (bewahren Sie die Belege auf). Wir informieren wir Sie, sobald die Formulare freigeschaltet und Berichte fällig sind.
    • Nach der Prüfung des Schlussberichts erhalten Sie die letzte Tranche von 20% sofern die Aktivitäten durchgeführt, das Budget ausgegeben wurden und mindestens 40% Eigenleistungen ausgewiesen werden. Falls Sie weniger Kosten hatten, zahlen wir allfällige Restbeträge aus oder stellen eine Rückforderung.
       
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    9. Über das Projekt berichten

    • Die Resultate und Produkte der geförderten Projekte sollen möglichst breit geteilt und für andere Akteure des Bildungssystems zur Verfügung gestellt werden – das Konzept dafür ist Teil Ihres Förderantrags. Setzen Sie die geplanten Kommunikationsmassnahmen um. Achten Sie darauf, die Finanzierung durch Movetia zu erwähnen. Wir stellen Logo und Textbausteine dazu bereit.
    • Teilen Sie den Inhalt breit über die Kanäle Ihrer Institution, z.B. Newsletter, Social Media, Blog etc. So präsentieren Sie Ihre Institution als innovativ, aufgeschlossen und als attraktive Schule/Arbeitgeberin.
    • Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre Reichweite zu erhöhen, z.B. durch einen Magazin-Beitrag auf unserer Website.

    Über das Projekt berichten
     

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