Wenn Containerschiffe den Takt vorgeben: Mobilität, die inspiriert
Selbst geplant, gemeinsam umgesetzt: Lernende Logistiker:innen erleben in La Spezia internationale Hafenlogistik hautnah und wachsen fachlich wie persönlich über sich hinaus.
Wie fühlt sich Logistik an, wenn sie im grossen Stil passiert? Diese Frage stand am Anfang eines besonderen Austauschprojekts von angehenden Logistiker:innen aus dem Bildungszentrum Limmattal (BZLT). Was als Idee im ersten Lehrjahr begann, wurde im zweiten Lehrjahr zur Erfahrung, die allen Beteiligten nachhaltig in Erinnerung bleibt: Die einwöchigen Gruppenmobilität an der ligurischen Küste.
Der Weg der Projektidee zur internationalen Mobilität
Bereits im ersten Lehrjahr entwickelten die Lernenden am BZLT im Rahmen eines Projektmoduls eigenständig das Konzept für ihr Austauschprojekt. Inhalte, Programmpunkte und thematische Schwerpunkte wurden von ihnen selbst geplant. In einem schulinternen Wettbewerb setzten sich die angehenden Logistiker:innen mit ihrer Idee durch. Ein erste wichtiger Schritt in Richtung Selbstverantwortung und Projektarbeit.
Schliesslich startete das Abenteuer zu Beginn des zweiten Lehrjahres, im September 2025. Die Reise führte direkt nach La Spezia, an die ligurische Küste Italiens.
Schlüsselerlebnis: Hafenlogistik live und global
Vor Ort erhielten die Teilnehmenden tiefe Einblicke in eine Hafenlogistik, die in einer Grösse und Komplexität so in der Schweiz nicht existiert. Containerterminals, riesige Frachtschiffe und internationale Warenströme wurden plötzlich greifbar.
«Das war ein Riesengewinn für ihre Ausbildung», sagt Lukas Trummer, Lehrperson Allgemeinbildung am BZLT zum Austausch-Erlebnis und präzisiert: «Die Besichtigung der Häfen war ein absolutes Highlight – ein ganz neues Setting, das unsere Logistik-Lernenden aus der Schweiz so nicht kennen.».
Begeistert bestätigt Remo, Lernender am BZLT, die Aussage. Er bringt das Erlebte auf den Punkt und erklärt: «Hier in der Schweiz haben wir keine grossen Schiffe. Am Morgen das Thema, dann die Präsentation und danach die Rundführung – das war mega spannend. So etwas sieht man nur, wenn man eine solche Chance bekommt.»
Der Lernansatz war also klar strukturiert: Am Morgen wurde das Thema Hafen in der Theorie behandelt, bleibende Präsentationen vermittelten Fachwissen und danach folgte die direkte live-Anwendung bei der Hafenrundführung und -besichtigung.
Austausch auf Augenhöhe: ein zentraler Bestandteil der Mobilität
Vor Ort trafen die Limmattaler:innen italienische Lernende. Gemeinsam diskutierten sie Ausbildungswege, Tätigkeitsfelder und Zukunftsperspektiven in der Logistik. Der interkulturelle Dialog eröffnete neue Sichtweisen, fachlich genauso wie persönlich.
Weil bei dieser Mobilität Praxis, Projektarbeit und internationale Erfahrung auf ideale Art verbunden wurden, wurden fachliche Kompetenzen, insbesondere die Teamarbeit, Selbstständigkeit und interkulturelle Sensibilität der Lernenden gestärkt.
Persönliche Highlights, die bleiben
Für Kim, Lernende am BZLT, wurde die Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis: Sie durfte sich am Frachtschiff-Simulator auf hoher See versuchen und meisterte diese Herausforderung mit Bravour. Ein Moment, der sinnbildlich für das Projekt steht und zeigt: Mobilitäten bringen unvergessliche Lernerfahrungen, bei denen die Teilnehmenden über sich hinaus wachsen können.
Eindrückliche Dokumentation des Lernprozesses
Wie funktioniert Lernen über Grenzen hinaus? Das begleitende Video dokumentiert diesen Lernprozess eindrücklich. Exemplarisch zeigt es wie Lernende dank realer Erfahrungen über sich selbst und über Landesgrenzen hinaus wachsen und macht die Bedeutung solcher Mobilitäten nachvollziehbar und lädt dazu ein, selbst auf die Reise zu gehen.
Herzlichen Dank an das Bildungszentrum Limmattal, die uns ihr Video zur Verfügung stellt.
Ermöglichen auch Sie Ihren Lernenden solche Erfahrungen
Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial in gut begleiteten Mobilitäten an Berufsfachschulen steckt. Es motiviert dazu, ähnliche und eigene Projekte zu entwickeln und Lernenden Erfahrungsräume ausserhalb des Klassenzimmers zu eröffnen.
Ermöglichen auch Sie Ihren Lernenden solche Erfahrungen. Nationale und Internationale Mobilität im Bereich der Berufsbildung stärkt nicht nur Fachkompetenzen, sondern prägt Persönlichkeiten, nachhaltig und weit über die Ausbildungszeit hinaus.