Die neusten Entwicklungen zu Erasmus+

Die Schweiz soll Erasmus+ bis 2027 wieder beitreten. In diesem Feed erfahren Sie mehr über die wichtigsten Schritte zum Prozess des Wiederassoziierung, der die Zusammenarbeit im Bereich Austausch und Mobilität mit der Europäischen Union stärken würde.

6. Mai 2026

WBK-S spricht sich knapp für die Erasmus+ Asssoziierung im 2027 aus

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat sich im Rahmen der Beratungen zum Schweiz-EU-Paket für eine Beteiligung der Schweiz an Erasmus+ ausgesprochen. Das knappe Abstimmungsergebnis setzt ein positives Signal: Mit 5 zu 5 Stimmen und einem Stichentscheid durch den Präsidenten trat die Kommission auf den Bundesbeschluss zur Finanzierung der vom Bundesrat angestrebten Beteiligung am EU-Programm ab 2027 ein.

Die Mehrheit der Kommission hob den Mehrwert von Erasmus+ für die Schweiz hervor. Das Programm stärke die Kompetenzen von Studierenden und Lernenden – insbesondere auch in der Berufsbildung – und komme damit letztlich der Schweizer Wirtschaft zugute. Die Minderheit begründete ihre Ablehnung hingegen mit finanzpolitischen Argumenten.

Die Kommission betonte zudem, dass das Dossier Erasmus+ zur Europapolitik gehört und deshalb zusammen mit dem gesamten Schweiz-EU-Paket behandelt werden soll. Die Beratung ist entsprechend für die Herbstsession vorgesehen.

Eine Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ ab 2027 bleibt möglich. Sie hängt ab vom parlamentarischen Prozess in Bezug auf das Budget 2027 und die Entscheide im Rahmen der Bilateralen III, die noch im 2026 getroffen werden.

Zur Pressemitteilung des Parlaments

2. April 2026

Negativer Vorentscheid der Finanzkommission

Die Finanzkommission des Ständerates hat sich mit 7 zu 5 Stimmen gegen den vom Bundesrat beantragten Kredit von 192 Millionen Franken für eine Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ ab 2027 ausgesprochen. 

Die Mehrheit der Kommission stellte die Wirksamkeit und den Nutzen des Programms Erasmus+ infrage. Sie empfiehlt der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, mögliche Alternativen zu prüfen. Damit liegt der Entscheid nun bei der WBK-S, die sich demnächst zum Dossier äussern wird.

13. März 2026

Der Bundesrat hat dem Parlament das Paket zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union übermittelt

Am Freitag, 13. März, hat der Bundesrat dem Parlament das Paket zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU übermittelt. Dieses umfasst insbesondere den Bundesbeschluss über die Finanzierung der Teilnahme der Schweiz am Programm Erasmus+. Mit diesem Schritt beginnt die parlamentarische Phase, in der die Kammern die Abkommen sowie die erforderlichen Kredite prüfen müssen, um die Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ ab 2027 zu ermöglichen. Nach der parlamentarischen Prüfung können die Beschlüsse einem fakultativen Referendum unterzogen werden.

17. Dezember 2025

Das Vereinigte Königreich kehrt zum Erasmus+-Programm zurück und stellt seine eigene Lösung «Turing Scheme» ein

Fünf Jahre nach dem Brexit hat die britische Regierung mit Brüssel eine Einigung erzielt, um ab 2027 wieder am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ teilzunehmen. Auch die Schweiz befindet sich in einer ähnlichen Situation. Der Bundesrat plant, die Schweiz bis 2027 an Erasmus+ zu assoziieren und wird dafür die notwendige Finanzierung im Rahmen der Bilateralen Abkommen III dem Parlament vorlegen. Eine Assoziierung eröffnet der Schweiz sowie dem Vereinigten Königreich uneingeschränkten Zugang zu den vielfältigen Angeboten, Netzwerken und Tools des europäischen Bildungsprogramms.

5. Dezember 2025

Ergebnis der Vernehmlassung: breite Mehrheit unterstützt das Paket Schweiz–EU

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU (Bilaterale III)» erörtert. Er stellt fest, dass sich eine breite Mehrheit der Teilnehmenden am Vernehmlassungsverfahren zugunsten des Pakets Schweiz–EU ausgesprochen hat.

Dies gilt auch für den Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Die Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ wird von einer grossen Mehrheit der Teilnehmenden, die sich dazu geäussert haben, begrüsst. Besonders hervorgehoben wurden die Einbindung in internationale Mobilitätsnetzwerke sowie die positiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft der Schweiz.

Die für die Assoziierung an Erasmus+ erforderlichen Mittel sollen dem Parlament im März 2026 im Rahmen der Genehmigungsbotschaft unterbreitet werden, damit die Schweiz ab 2027 am Programm teilnehmen kann.

10. November 2025

Abkommen für die Teilnahme der Schweiz an EU-Programmen unterzeichnet

Bundesrat Guy Parmelin und EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva haben am 10. November 2025 in Bern das Programmabkommen (EUPA) unterzeichnet. Als vorgezogener Teil des Pakets Schweiz-EU kann das Abkommen damit rückwirkend auf Anfang 2025 vorläufig angewendet werden.  Das Abkommen ebnet den Weg für eine Assoziierung an Erasmus+.

Bundesrat Guy Parmelin und die für Start-ups, Forschung und Innovation zuständige EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva betonten anlässlich der Unterzeichnung die Bedeutung der Zusammenarbeit Schweiz-EU für den europäischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsstandort im globalen Wettbewerb. Mit der Unterzeichnung des Programmabkommens ist die Schweiz rückwirkend auf den 1. Januar 2025 an Horizon Europe, dem Euratom-Programm und dem Digital Europe Programm assoziiert. Die Assoziierung an die Forschungsinfrastruktur ITER ist ab 2026, jene an Erasmus+ ab 2027 vorgesehen. Der Bundesrat wird die für Erasmus+ erforderliche Finanzierung im Rahmen des Pakets Schweiz-EU beim Parlament beantragen. Die Teilnahme am Programm EU4Health ist mit dem Inkrafttreten des Gesundheitsabkommens im Paket Schweiz-EU verbunden.

Medienmitteilung
 

13. Juni 2025

Vernehmlassung der bilateralen Abkommen eröffnet

Die Vernehmlassung zu den Abkommen zwischen der Schweiz und der EU, zu denen auch Erasmus+ gehört, wurde am Freitag 13. Juni eröffnet und dauert bis Ende Oktober. Das Abkommen über die Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen EUPA – Erasmus+ gehört dazu – wird bereits diesen November unterzeichnet. Damit ist die Schweiz voraussichtlich ab 2027 am Programm Erasmus+ assoziiert.

2. April 2025

Bundesrat heisst EU-Programmabkommen gut

Der Bundesrat hat den Entwurf des EU-Programmabkommens (EUPA) genehmigt, in dem auch die Assoziierung an Erasmus+ geregelt ist. Dies gab der Minister für Wirtschaft, Bildung und Forschung Guy Parmelin am Donnerstag an einer Pressekonferenz in Bern bekannt. «Der Weg für die Unterzeichnung des Abkommens über die europäischen Programme ist frei. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Assoziierung an Programme wie Horizon Europe oder Erasmus+.»

10. April 2025

Schweiz und EU paraphieren das Programmabkommen

Am 2. April 2025 haben die Chefunterhändler der Schweiz und der Europäischen Union in Brüssel das Programmabkommen paraphiert. Das EU-Programmabkommen EUPA regelt die Teilnahme der Schweiz an EU-Programmen und tritt erst mit der Ratifizierung des Pakets Schweiz-EU in Kraft. Es kann jedoch vorgezogen angewendet werden und ermöglicht damit eine vorläufige Assoziierung der Schweiz an Horizon Europe, das Euratom-Programm und das Digital Europe Programme rückwirkend ab 2025 sowie an ITER ab 2026 und Erasmus+ ab 2027. Dazu muss die Unterzeichnung des EUPA bis im November 2025 erfolgen – vor der Unterzeichnung der restlichen Elemente des Pakets Schweiz-EU. Für die Ratifizierungsverfahren bleibt das EUPA aber trotzdem Teil dieses Pakets. Der Text des EUPA wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

20. Dezember 2024

Erasmus+ im Paket der Abkommen zwischen der EU und der Schweiz

Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union wurden am Freitag abgeschlossen. Die beiden Partnerinnen haben sich auf ein umfassendes Abkommen geeinigt, in dem auch Erasmus+ und Horizont Europe enthalten sind. Der Bundesrat will die bilateralen Abkommen dem Parlament in mehreren Tranchen zu unterbreiten. Die Wiederassoziierung an Erasmus+ ist für 2027 geplant, nach Abschluss der parlamentarischen Debatte und verschiedener technischer Schritte für die Akkreditierung von Movetia als nationale Agentur.

Für Movetia ist dies eine ausgezeichnete Nachricht: die Assoziierung ermöglicht dem Schweizer Bildungssystem einen uneingeschränkten Zugang zu den Angeboten, zum Netzwerk und zu den Tools des europäischen Bildungsprogramms. Ein wichtiger Schritt, um die Qualität der Bildung in der Schweiz zu sichern, den Austausch von Good Practices zu fördern und den Innovationstransfer für den Wirtschaftsstandort Schweiz für die Zukunft zu stärken.

6. November 2024

Die Schweiz könnte sich 2027 Erasmus+ wieder anschliessen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung am 6. November den Grundsatzentscheid für die Beteiligung an Erasmus+ getroffen. Er wird dem Parlament den entsprechenden Finanzierungsbeschluss im Rahmen der Botschaft zum Gesamtpaket über die Verhandlungen mit der EU unterbreiten. Damit könnte die Schweiz 2027 dem europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ wieder beitreten. 

Movetia begrüsst den Entscheid, welcher der Schweizer Assoziierung zum Programm Erasmus+ eine präzisere und konkretere Perspektive gibt. Zwar diskutiert und entscheidet das Parlament das Dossier erst, doch die vom Bundesrat eingeschlagene Richtung ermöglicht es der nationalen Agentur und den Akteuren des Bildungssystems in der Schweiz, sich in den nächsten zwei Jahren vorzubereiten.

Das EUPA-Abkommen regelt die Teilnahme der Schweiz an Erasmus+ sowie an anderen europäischen Programmen. Guy Parmelin unterzeichnet diesen Text bis spätestens Mitte November. Das Abkommen ermöglicht eine rückwirkende Teilnahme an den Programmen Horizon Europe, Euratom und Digital Europe ab dem 1. Januar 2025. Die Beteiligung an Erasmus+ ist für 2027 vorgesehen. Offiziell tritt das Abkommen jedoch erst mit seiner Ratifizierung im Rahmen des Pakets Schweiz-EU in Kraft.

Die erforderlichen finanziellen Mittel wird der Bundesrat im Rahmen der Botschaft zum Paket Schweiz-EU beim Parlament beantragen. Die Wiederassoziierung wird ein wichtiger Booster für die internationale Zusammenarbeit sein: Das Schweizer Bildungssystem wird gleichberechtigt von den Angeboten, Netzwerken und Tools von Erasmus+ profitieren können, wodurch auch deutlich mehr Fördergelder an Schweizer Projekte und Akteure fliessen werden. Diesen Mehrwert kann ein paralleles Schweizer Programm nicht bieten.

Bis Ende 2026 wird die Umsetzung der Wiederassoziierung auf nationaler Ebene erfolgen, insbesondere mit der Akkreditierung von Movetia als nationale Agentur und der Sensibilisierung der Akteure im Bildungsbereich. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die derzeitige Schweizer Lösung zur Förderung von Mobilität und Kooperation im Bildungsbereich beibehalten.

Ulteriuras infurmaziuns

  • Erasmus+ in der Schweiz

    Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport und ermöglicht in diesen Bereichen Austausch, Mobilität und internationale Zusammenarbeit. Der Bundesrat strebt eine Assoziierung an Erasmus+ ab 2027 an, womit die Schweiz Zugang zu allen Förderangeboten und Netzwerken des EU-Bildungsprogramms erhält. Hier finden Sie alle Informationen über Erasmus+, seine verschiedenen Angebote und über die Unterstützung, die Movetia in dieser Vorbereitungsphase interessierten Bildungsakteuren bietet. 

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    Rund 300 Akteure aus dem Bildungsbereich sowie Expert:innen aus der Schweiz und Europa sind in den letzten beiden Tagen in Lugano anlässlich der nationalen Konferenz von Movetia zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Perspektiven einer Assoziierung der Schweiz an Erasmus+, ein Ziel, das der Bundesrat für 2027 anstrebt. Das Treffen fand kurz nach der Überweisung des Schweiz-EU-Paket ans Parlament statt, mit dem die parlamentarische Phase des Dossiers eingeleitet wurde.

  • Projektaufruf 2026: Reichen Sie Ihre Projekte bis März ein

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    Ab sofort finden Sie die aktualisierten Informationen 2026 zur Förderung von Austausch, Mobilität und Kooperation mit Europa und weltweit auf unserer Website. Bei den Mobilitäten wird die Projektdauer etwas verkürzt und die Anzahl Antragsfristen für einzelne Bildungsstufen reduziert – dies um den Übergang zu einer vom Bundesrat angestrebten Assoziierung an das Bildungsprogramm Erasmus+ per Projektaufruf 2027 zu vereinfachen. Kooperationen werden weitgehend im gewohnten Rahmen gefördert. Die nächste Antragsfrist ist im März 2026 – beachten Sie die unterschiedlichen Daten.