Mehr als 4'600 Jugendliche im Zentrum der nationalen Austauschwoche
Die 3. Nationale Austauschwoche startet am Montag in der ganzen Schweiz. Vom 24. bis 28. November treffen Tausende von Schüler:innen – und erstmals auch Lernende – junge Menschen aus anderen Sprachregionen. Getragen von Movetia in Zusammenarbeit mit den Kantonen verfolgt die Initiative das Ziel, das Sprachenlernen zu stärken und eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen. Von Freiburg bis Genf, über Zürich oder Olten: Die kantonalen Aktivitäten zeigen die grosse Begeisterung für die Veranstaltung. Bundesrat Guy Parmelin und der Präsident der EDK, Christophe Darbellay, werden am Dienstag am offiziellen Anlass in Bern sprechen – ein starkes Zeichen der politischen Unterstützung für Austauschaktivitäten.
Vom 24. bis 28. November machen sich mehr als 4'600 Schüler:innen auf den Weg, um Gleichaltrige in einer anderen Sprachregion der Schweiz zu treffen. Ein Drittel mehr Teilnehmende als 2024 – ein neuer Rekord. Sie tauschen das Klassenzimmer gegen reale Begegnungen ein und entdecken Sprachen und Kultur unmittelbar vor Ort.
Die von Movetia initiierte Austauschwoche, unterstützt vom Bundesamt für Kultur und in Zusammenarbeit mit den Kantonen, findet in einem Kontext statt, in dem Austauschprojekte als wirksames Mittel zur Stärkung der Sprachkompetenzen anerkannt sind. Die Kantone haben dies kürzlich in einer Erklärung zur Koordination des Sprachunterrichts betont.
Die Lernenden sind neu mit dabei
Eine Neuerung der 3. Ausgabe: Die Austauschwoche wird auf die Berufsbildung ausgeweitet. Über dreissig Lernende haben ein Kurzpraktikum in einer anderen Sprachregion begonnen – zahlreiche Ausbildungsbetriebe sind beteiligt.
Ob eine angehende Restaurationsfachfrau aus Luzern, die drei Tage in einem Hotel im Tessin verbringt, oder ein angehender Automatiker aus Zürich, der sein Praktikum in Lausanne absolviert: Das Ziel ist dasselbe – einen ersten Kontakt mit Sprachimmersion zu erleben und eine andere Arbeitskultur kennenzulernen.
Guy Parmelin feiert die Austausche für Lernende in Bern
Am 25. November findet in Bern ein Anlass zur Berufsbildungsmobilität statt, in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin, des Präsidenten der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren, Christophe Darbellay, sowie zahlreicher Akteur:innen des Bereichs.
An diesem Tag wird zudem der Nationale Austauschpreis der Oertli-Stiftung verliehen – ausgezeichnet werden drei besonders inspirierende Projekte im Bereich der Mobilität von Lernenden.
Die Kantone und die SRG SSR engagieren sich
In der ganzen Schweiz bieten die Kantone auch dieses Jahr eine grosse Vielfalt an Aktivitäten, um Austausch erlebbar zu machen. Zug, Waadt und Freiburg organisieren eine gemeinsame Austausch- und Begegnungswoche in Freiburg. In Bern verbringen deutsch- und französischsprachige Klassen einen ersten gemeinsamen Tag als Auftakt zu einem längerfristigen Austausch. In Winterthur bietet der Kanton Zürich gebrauchsfertige Austauschmodule für Schulklassen an.
In Olten treffen sich Lehrpersonen aus drei Sprachregionen, um Werkzeuge und Gute Praxis zum schulischen Austausch auszutauschen. Zehn Pädagogische Hochschulen zeigen zudem die Ausstellung der PH Zug, die zukünftige Lehrpersonen für die Bedeutung von Austausch sensibilisieren soll. In der Berufsbildung vernetzt die Initiative «Partnerschulen» der SBBK-SDK Institutionen, die sich für Austauschprojekte interessieren.
Schliesslich erneuert die SRG SSR, Medienpartnerin der Nationalen Austauschwoche, den Moderatorinnen-Austausch zwischen der «Tagesschau» und dem «19:30» am 25. November. Ein neues Projekt, das Komiker:innen aus allen vier Sprachregionen zusammenbringt, steht ebenfalls auf dem Programm.