300 Akteure treffen sich zum Thema Erasmus+
Rund 300 Akteure aus dem Bildungsbereich sowie Expert:innen aus der Schweiz und Europa sind in den letzten beiden Tagen in Lugano anlässlich der nationalen Konferenz von Movetia zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Perspektiven einer Assoziierung der Schweiz an Erasmus+, ein Ziel, das der Bundesrat für 2027 anstrebt. Das Treffen fand kurz nach der Überweisung des Schweiz-EU-Paket ans Parlament statt, mit dem die parlamentarische Phase des Dossiers eingeleitet wurde.
Die Qualität der Bildung stärken, die internationale Mobilität fördern und pädagogische Innovationen vorantreiben: Das sind die zentralen Herausforderungen der europäischen Kooperation im Bildungsbereich. An der nationalen Movetia-Konferenz in Lugano versammelten sich fast 300 Akteure aus allen Bildungsstufen, um sich auf die vom Bundesrat für 2027 angestrebte Assoziierung der Schweiz am Erasmus+-Programm vorzubereiten.
Dieses Treffen fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt: das Paket Schweiz-EU, in dem auch die Assoziierung an Erasmus+ und deren Finanzierung enthalten ist, wurde am vergangenen Freitag ans Parlament überwiesen, womit die parlamentarische Phase des Dossiers eröffnet wurde.
Kernaussagen der Expert:innen
Am Montag teilten Schweizer und europäische Expert:innen ihre Einschätzungen zu den Chancen, die eine Assoziierung an Erasmus+ den jungen Menschen in Ausbildung aber auch den Bildungsinstitutionen in der Schweiz bieten würde. Mehrere Kernbotschaften prägten die Diskussionen. Hier eine Auswahl von Zitaten:
Eine Assoziierung an Erasmus+ ist nicht einfach nur eine bildungspolitische Entscheidung, es ist eine Investition in die Zukunft. Wir könnten dort mitgestalten, wo Europa Kompetenzen für die Zukunft entwickelt.
Dort, wo Sie in der Schweiz gut sind, können Sie noch besser werden. Das Programm Erasmus+ schafft einen echten Mehrwert gegenüber dem, was die Länder mit nationalen Programmen erreichen können. Dieser Mehrwert ist ein zentraler Aspekt des Programms, einer seiner Daseinsgründe.
E+ ist nicht nur für die Hochschulbildung gedacht. Ich setze mich für die Jugend ein. Es ist eine Investition in eine ganze Generation. Auch für sozial und wirtschaftlich benachteiligte Gruppen.
Bildungskooperation ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Natürlich vermittelt E+ Kompetenzen, aber es schafft auch Freundschaften, Verbindungen und eine neue Perspektive auf unseren eigenen Kontext.
Der Dienstag war in Parallelsessions nach Bildungsstufen gegliedert, um die Teilnehmenden gezielt vorzubereiten. Die Diskussionen zeigten ein starkes Engagement der Bildungsakteure und den gemeinsamen Willen, den Weg der europäischen Kooperation weiterzugehen.
Parlamentarische Phase eröffnet
Die Konferenz «Erasmus+ in der Schweiz» findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt: der Bundesrat hat am 13. März das Paket Schweiz-EU ans Parlament überwiesen, darin enthalten ist auch die Schweizer Beteiligung an Erasmus+ und deren Finanzierung.
Wenn das Parlament die Finanzierung der Assoziierung an Erasmus+ genehmigt, wird Movetia nationale Agentur für Erasmus+ und damit zuständig für die Umsetzung des europäischen Programms in der Schweiz. Diese Aufgabe ergänzt das derzeitige Mandat zur Umsetzung und Förderung von Austausch-, Mobilitäts- und Kooperationsprogrammen im Bereich der Bildung in der Schweiz, in Europa und weltweit.