Ein Projekt zur Überwindung von Mauern

Junge Erwachsene bauen gemeinsam Mauern – und überwinden dabei Grenzen: Der Jugendaustausch «Building Walls, Breaking Walls» ermöglicht es Jugendlichen aus verschiedenen Ländern über Kulturen, Grenzen, Religion und Politik hinweg Gemeinsamkeiten zu finden. Zwei Medienberichte geben Einblicke in das Projekt.

Junge Erwachsene bauen Mauern

«Der interkulturelle Austausch ist grossartig. Ich wollte unbedingt fremde Kulturen direkt kennenlernen, nicht bloss via Medien.» Die 24-jährige Palästinenserin Ragda zeigte sich im August tief beeindruckt von der Begegnung mit Jugendlichen aus Israel, Irland, Nordirland und der Schweiz. Vom 16. bis 24. September bauten die Projektteilnehmenden gemeinsam eine zerfallene Trockenmauer im Solothurner Jura wieder auf. Im Artikel in der Solothurner Zeitung erzählen sie von ihren Erfahrungen.

Die Sendung «Kulturplatz» des SRF1 hat vom 7. bis 15. Oktober 16 junge Erwachsene begleitet, die im Kibbutz Lotan im Süden Israels aus Lehm und Recyclingmaterial eine Wegmauer in der Wüste bauten. Entstanden ist ein eindrücklicher Beitrag, der die Bedeutung von Mauern aus verschiedener Perspektive beleuchtet und die Erfahrungen der Jugendlichen aufzeigt.

Zum ersten Mal führte der Schweizer Verein «Naturkultur» das Projekt «Building Walls, Breaking Walls» im Sommer 2013 im Solothurner Jura durch. Junge Erwachsene aus verschiedenen Schweizer Landesteilen, aus Israel und Palästina, Irland und Nordirland restaurierten eine alte Trockenmauer auf dem Grenchenberg. Durch die gemeinsame Arbeit, Diskussionsrunden und nicht-formale Workshops lernten sie, im Team zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Zudem setzten sie sich mit religiösen und kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden auseinander. Nach mehreren Durchführungen in der Schweiz wurde die Jugendbegegnung 2015 nach Irland exportiert, ein Jahr später folgte die erste Durchführung in Israel.

Das Projekt «Building Walls, Breaking Walls» des Vereins «Naturkultur» wird von Movetia Jugend in Aktion finanziell unterstützt. Wollen auch Sie eine Jugendbegegnung organisieren? 

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