Erasmus+ für die Hochschulbildung und Höhere Berufsbildung

Der Bundesrat strebt eine Schweizer Assoziierung an Erasmus+ ab 2027 an. Damit die Teilnahme von Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen im Rahmen der angestrebten Assoziierung gelingt, unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung des Übergangs. Hier finden Sie Informationen zur allgemeinen Timeline, zur Beantragung der ECHE-Akkreditierung und zu den Erasmus+ Angeboten für Mobilität und Kooperation.

Kommt es zur geplanten Assoziierung an Erasmus+, so würden internationale Mobilität und Kooperation ab Juni 2027 nicht mehr über Schweizer Fördermittel, sondern über Erasmus+ gefördert.

Dafür braucht es auf Ebene der Hochschulen und Höheren Fachschulen verschiedene vorbereitende Schritte, dies auf struktureller und operativer Ebene. Eine wichtige Etappe ist die Beantragung einer «Erasmus Charter for Higher Education» (ECHE) durch interessierte Schweizer Hochschulen und höhere Fachschulen.

Das «Ticket» zu Erasmus+: die ECHE-Akkreditierung

Jede Schweizer Hochschule oder Höhere Fachschule, die ab 2027 Erasmus+ Fördermittel beantragen möchte, muss in Besitz einer gültigen Erasmus+ Charta für die Hochschulbildung (ECHE) sein. Diese Charta legt die Grundprinzipien und Mindestanforderungen fest, die bei der Beantragung und Durchführung von Aktivitäten im Rahmen von Erasmus+ erfüllt werden müssen. Eine ECHE-Charta ist Voraussetzung für alle Erasmus+ Mobilitätsaktivitäten und Kooperationen.

Schweizer Hochschulen müssen bis am 24. März 2026 ihren Antrag auf eine ECHE einreichen, um sich ab Call 2027 an Erasmus+ beteiligen zu können. Weitere Informationen zum Akkreditierungsantrag finden Sie hier.

Struktur des Programms

Um erfolgreich eine ECHE zu beantragen, ist ein allgemeines Verständnis der Programmstruktur von Erasmus+ wichtig. So zeigen Sie auf, dass Sie mit dem Programm vertraut sind und sich mit Aufbau und Angeboten auseinandergesetzt haben. 

Erasmus+ ist entlang drei Leitaktionen, den «Key Actions» (KA), gegliedert. Jede Leitaktion hat einen anderen Fokus. Hier finden Sie eine Zusammenfassung dieser Leitaktionen und ihrer Ziele für die Hochschulbildung und höhere Berufsbildung.  

Diese Leitaktion fokussiert auf die Mobilität von Einzelpersonen. In der Hochschulbildung und Höheren Berufsbildung umfasst diese Leitaktion die Mobilität von Studierenden, Dozierenden und Personal. In der Schweiz wird diese Mobilität aktuell über das Swiss-European Mobility Programme SEMP gefördert. Erasmus+ unterstützt im Rahmen dieser Leitaktion dieselben Typen Mobilität wie das SEMP, mit zusätzlichen Angeboten für kurze und/oder virtuelle Mobilität und einem umfassenden Unterstützungsangebot für nachhaltiges Reisen und Inklusion. Mehr Informationen zur Lernmobilität von Einzelpersonen und zu den entsprechenden Angeboten finden Sie hier.

Diese Leitaktion fokussiert auf die institutionelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und/oder Organisationen. Sie fördert Hochschulkooperationen in Form von Partnerschaften und Projekten. In der Schweiz wurden Kooperationen bis jetzt über das Schweizer Programm zu Erasmus+ und über das Internationale Programm (IP) gefördert. Statt der parallelen Förderung durch Schweizer Mittel und der Teilnahme als assoziierte Partner sollen Institutionen im Rahmen von Erasmus+ zukünftig an der ganzen Bandbreite an Kooperationspartnerschaften als vollwertige Partner teilnehmen können. Mehr Informationen zu den Kooperationen und den entsprechenden Angeboten finden Sie hier.

Diese Leitaktion begleitet bildungspolitische Entwicklungen auf europäischer Ebene. Sie fördert politischen Dialog, Synergien und Wissenstransfer, um nationale und europäische Bildungspolitik voranzutreiben. In der Schweiz wurde dies bis jetzt nicht gefördert. Im Rahmen der Leitaktion 3 sollen sich auch Hochschulinstitutionen beteiligen können. Die Informationen zur Leitaktion 3 finden Sie auf unserer Seite zum Thema Kooperationen, im Anschluss an die Kooperationsangebote.

Infos und Veranstaltungen

Mit unserem Newsletter «On the Road to Erasmus+» informieren wir Sie regelmässig zu den wichtigsten Vorbereitungen für die geplante Assoziierung und geben Ihnen einen ersten Einblick in die Angebote von Erasmus+.

Sie erhalten den Newsletter noch nicht? Hier geht es zur Anmeldung.

Veranstaltungen

Um den Akkreditierungsprozess der Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen für Erasmus+ bestmöglich vorzubereiten, fand am 30. September 2025 ein Webinar zum Thema ECHE statt. Bei diesem haben Vertreter:innen der Europäischen Kommission und Movetia den Ablauf der Akkreditierung detailliert erläutert. Die Aufnahme des Webinars finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

Ulteriuras infurmaziuns

  • Erasmus Charter for Higher Education (ECHE)

    Die Voraussetzung für die Teilnahme am Programm Erasmus+ ist der Besitz einer gültigen Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE). Die Charta zielt darauf ab, die Qualität der Studierenden- und Personalmobilität sowie der Kooperationsprojekte zu gewährleisten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, was eine ECHE ist, und wie die Antragstellung funktioniert.

  • Lernmobilität von Einzelpersonen

    Mit Erasmus+ sollen Schweizer Hochschulen und Höhere Fachschulen die Möglichkeit bekommen, ihren Studierenden und Mitarbeitenden ein breites Angebot an Mobilität zu bieten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, welche Rahmenbedingungen gelten, was sich im Vergleich zum Swiss-European Mobility Programme SEMP gegebenenfalls für Sie ändert und welche Aktionen Ihnen bei Erasmus+ zur Verfügung stehen würden.

  • Kooperationen & Jean Monnet

    Mit Erasmus+ könnten Hochschulen und Höhere Fachschulen in Kooperationsprojekten gemeinsam an geteilten Herausforderungen arbeiten und den europäischen Bildungsraum mitgestalten. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, was sich im Vergleich zum Schweizer Programm zu Erasmus+ Kooperationen für Sie ändern würde und welche Fördermöglichkeiten Ihnen bei Erasmus+ zur Verfügung stehen würden.