Projekt WinterSpring: Die Piste in Savognin ist digital erfasst

Die Schlittelpiste in Savognin ist jetzt auf einer Karte mit Messpunkten visualisiert. Je zwölf Schüler/-innen vom GBS St.Gallen und dem Graphic Lyceum Rotterdam haben sich eine Woche lang mit verschiedenen Methoden der Datenerfassung und Datenvisualisierung befasst. Die zweite Austauschwoche findet bereits im März in Rotterdam statt. Das Projekt wird von Movetia, der nationalen Agentur für Austausch und Mobilität, finanziell unterstützt. 

Winterlandschaft und Karte mit Messpunkten

Dieser Artikel wird vom Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen zur Verfügung gestellt. Text und Bild: Mike Gadient.

Treffpunkt Kirchgemeindehaus in Savognin. Hier kamen die Lernenden aus Rotterdam und St.Gallen zusammen und trafen unter anderem auf die IoT-Puppenhäuser des GBS. Hanad und Emi loteten die Möglichkeiten eines Smart Home sogleich aus. Mit Hilfe der Software Node-Red verknüpften sie verschiedene Bereiche des Puppenhauses. Am Ende des Tages schafften sie es, dass eine E-Mail gesendet wird, wenn ein Fenster länger als fünf Sekunden geöffnet ist. 

Tygo und Tobian beschäftigten sich derweil mit dem IoT-Cube und erstellten einen Code, der die Raumtemperatur misst und das Resultat auf dem Display des Würfels anzeigt. «Zusätzlich entwickelten wir ein Dashboard, das eine Überwachung der Temperatur auf einem Laptop ermöglicht», berichten die beiden. 

Lernende aus Rotterdam und St. Gallen arbeiten zusammen

Die digitalen Möglichkeiten machen neugierig

Lehrperson Anne Treichel bilanziert zufrieden: «Ich bin stolz auf die Lernenden, wie engagiert und erwachsen sie sind. Die Mischung aus technischen und gestalterischen Berufen ist spannend.» Sie sei positiv überrascht, wie die Gruppen aus Elektroniker/-innen EFZ, Grafiker/-innen EFZ, Interactive Media Designer/-innen EFZ und Polygrafen/-innen EFZ zusammengefunden haben. 

Schon die Anmeldungen weckten die Hoffnungen, dass es betreffend Teamspirit keine Schwierigkeiten geben dürfte. Grafikerin Emily sagte in ihrem Bewerbungsvideo etwa: «Ich liebe es, im Team zu arbeiten und bin neugierig darauf, was uns die digitale Welt alles ermöglicht.» Elektroniker Sandro sieht das WinterSpring-Projekt als einzigartige Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln und sein Englisch zu verbessern. 

Noch vor dem ersten Abendessen inspirierte Martin Fengler, CEO von MeteoMatics, die Lernenden. Die Technologie des St.Galler Unternehmens verbessert die Genauigkeit der Wettervorhersagen mit eigens entwickelten Wetterdrohnen. Die hochauflösenden Wettermodelle von MeteoMatics stehen zudem für eine ansprechende Visualisierung von grossen Datenmengen. 

Lernende arbeiten am Projekt

Empfang auf der ganzen Piste

Der Besuch von Martin Fengler war ein Vorgeschmack auf die nächsten Tage. Die WinterSpring-Teilnehmenden tauchten ein ins Thema Geofencing. Unter anderem galt es einen Tracker an einer Drohne zu installieren. So wurden Daten über eine beliebige Route gesammelt. 

Auch wurde der IoT-Cube zwecks Datensammlung auf die Piste mitgenommen. Die Gruppe Paw Patrol visualisierte damit ihre Schlittenfahrt. Die Teammitglieder sagen begeistert: «Unser Cube hat grossartige Arbeit geleistet. Dank der LoRa-Abdeckung der Aussenantenne hatten wir Empfang auf der gesamten Piste. Wir konnten unsere Fahrten auf einer Karte mit Messpunkten visualisieren.» 

Arbeit auf der Piste

Vorfreude auf Rotterdam 

Das Team mit Tygo, Hanad, Emily und Tobian kam auf die Idee, ein Halsband mit GPS- und NFC-Funktionen zu entwickeln. Im Zusammenspiel mit einer App können Tierhalter/-innen einen Bereich festlegen, in dem sich ihre Katze oder ihr Hund bewegen darf. Verlässt das Haustier diesen Bereich, würden die App-Nutzer/-innen benachrichtigt. 

Wie diese und weitere Ideen weiterverfolgt werden, wird die zweite Austauschwoche vom 18. bis 22. März 2024 in Rotterdam zeigen. Der Schwerpunkt wird dann auf der Visualisierung liegen, insbesondere auf den verschiedenen Aspekten des Rundfunks.

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