Drei Austauschprojekte für Lernende ausgezeichnet, Preisübergabe mit Bundesrat Guy Parmelin

Die Austauschwoche erlebte am Dienstag in Bern einen Höhepunkt mit der Übergabe des Nationalen Austauschpreises im Bereich Berufsbildung. Vor Bundesrat Guy Parmelin und zahlreichen Gästen zeichnete die Oertli-Stiftung drei Austauschprojekte für Lernende aus. Die kaufmännischen Berufsschule Nyon erhielt den ersten Preis. Ein digitales Austauschprojekt des Kantons Zürich und ein weiteres für Lernende der Automobilbranche im Kanton Genf wurden ebenfalls ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand im Rahmen der 3. nationalen Austauschwoche statt, die noch bis Freitag dauert und mehr als 4'600 Jugendlichen ein eintauchen in die sprachliche Vielfalt des Landes ermöglicht.

movetia Gewinner-Projekte Nationaler Austauschpreis 2025

Der Nationale Austauschpreis wurde am Dienstag in Bern an drei herausragende Gewinnerprojekte verliehen, die Austausch für Lernende fördern. Die Veranstaltung fand in Bern vor einem Publikum aus Lernenden und Akteuren der Berufsbildung statt, in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin und Christophe Darbellay, Präsident der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK). Beide betonten die Bedeutung des Austauschs beim Erlernen der Landessprachen.

Der nationale Austauschpreis wurde dieses Jahr zum ersten Mal verliehen, auf Initiative der Oertli-Stiftung, die sich für den Dialog zwischen den Sprachregionen der Schweiz einsetzt. «Dieses Jahr wollten wir den Austausch in der Berufsbildung würdigen, denn auch für Lernende ist es eine einmalige Chance, eine andere Sprachregion kennenzulernen. Diese Erfahrung verbessert ihre interkulturellen Kompetenzen, bereichert den Lebenslauf und stärkt die wichtigen Verbindungen zwischen den Regionen in der mehrsprachigen Schweiz», erklärte die Präsidentin der Stiftung, Anne-Catherine de Perrot. Für Movetia ist dieser Preis eine Gelegenheit, Projekte ins Rampenlicht zu rücken, die andere Akteure der Berufsbildung inspirieren können – das in einem Bereich, in dem Austausch noch viel Potenzial hat.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der 3. Nationalen Austauschwoche statt, die noch bis Freitag läuft und an der mehr als 4’600 Jugendliche teilnehmen, um die sprachliche Vielfalt der Schweiz zu entdecken.

Preisträger:innen 2025

1. Preis (15'000 CHF): Projekt Mobimmersiv der kaufmännischen Berufsschule Nyon

Das sechsmonatige Mobilitätsprogramm in der Deutschschweiz oder in der Romandie richtet sich an Lernende in den Bereichen kaufmännische Ausbildung, Polymechanik und öffentlicher Verkehr.

Im Video erzählen Teilnehmende über ihren Austausch mit Mobimmersiv:

Die Jury wählte dieses Projekt aufgrund seines konkreten und nachhaltigen Ansatzes und weil es den Lernenden ein kulturelles Eintauchen ermöglicht. Die Idee, eine Plattform zur Erweiterung des Unternehmensnetzwerks zu schaffen, überzeugte die Jury ebenfalls.

2. Preis (10'000 CHF): Projekt E-Tandem der Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich

Dieses Projekt vernetzt Berufsschulklassen aus verschiedenen Sprachregionen digital. Lernende bilden Sprach-Tandems und kommunizieren untereinander im Alltag. 

Teilnehmende erzählen im Video ihre Erlebnisse mit E-Tandem:

Die Jury zeichnete dieses Projekt aus für seine einfache Umsetzung und seine finanzielle Zugänglichkeit. Auch seine hohe Effizienz beim Sprachenlernen überzeugte die Jury.

3. Preis (5'000 CHF): Projekt MobilAuto der Fachstelle für Austausch und Mobilität des Kantons Genf

Das Programm ermöglicht Lernenden der Automobilbranche aus Genf im Sommer ein dreiwöchiges Berufspraktikum in einer Autowerkstatt in der Deutschschweiz oder im Tessin zu absolvieren.

Lernende erzählen im Video über ihr Mobilauto-Praktikum:

Die Jury hob den hohen Praxisbezug dieses Austauschprojekts hervor, das den Lernenden der Automobilbranche echte Perspektiven eröffnet und dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen funktioniert.

Austauschpreis auch im nächsten Jahr

Nach der Preisverleihung folgte eine Podiumsdiskussion über die Herausforderungen des Austauschs in der Berufsbildung, an der unter anderem Nicole Meier (Ressortleiterin Bildung beim Schweizerischen Arbeitgeberverband), Claude Merlach (Direktor von login) und Bruno Schumacher (Leiter der Berufsbildung bei der Post) teilnahmen.

Der nationale Austauschpreis wird im nächsten Jahr im Rahmen der nächsten Austauschwoche vom 16. bis 20. November 2026 erneut vergeben. Diese Initiative ist Teil einer langjährigen Partnerschaft zwischen Movetia und der Oertli-Stiftung, welche damit die Bedeutung kultureller Brücken in einem mehrsprachigen Land hervorheben möchte. Insbesondere im Bereich der Berufsbildung, die mehr als 60 % der jungen Menschen in der Schweiz ausbildet.

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