Movetia hat den Betrieb aufgenommen

Austausch und Mobilität erhalten eine neue nationale Agentur: Movetia ist seit dem 1. Januar 2017 aktiv. Ziel der Agentur ist, dass alle Jugendlichen im Verlauf ihrer Ausbildung an einem Austausch- oder Mobilitätsprojekt teilnehmen.

Weisses Movetia Logo auf farbigem Hintergrund

Austausch und Mobilität ist mehr als eine Sprache zu lernen: Sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden, die eigenen Gewohnheiten und Ansichten hinterfragen, aber auch neue Freundschaften schliessen. Ein Aufenthalt in einer anderen Kultur ermöglicht viele prägende Erfahrungen, welche den persönlichen Horizont erweitern. Austausch und Mobilität trägt aber auch dazu bei, zentrale Bildungsinhalte wie interkulturelle Kompetenzen zu erlangen und die eigene Arbeitsmarktfähigkeit zu verbessern. Nicht zuletzt profitiert die viersprachige Schweiz von einem gestärkten nationalen Zusammenhalt. 

Bund und Kantone fördern Bildungsprogramme für Austausch und Mobilität mit bedeutenden finanziellen Mitteln. Um diesem Bereich neue Impulse zu verleihen, haben sie mit einer nationalen Agentur einen zentralen Akteur geschaffen, der unter dem Namen Movetia am 1. Januar 2017 seinen Betrieb aufgenommen hat. Diese nationale Agentur wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), vom Bundesamt für Kultur (BAK), vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) getragen.

Austausch und Mobilität im Bildungsbereich fördern 
Movetia will erreichen, dass alle Jugendlichen im Verlauf ihrer Ausbildung an einem Austausch- oder Mobilitätsprojekt teilnehmen und darüber hinaus auf ihrem weiteren Aus- und Weiterbildungsweg Austausch und Mobilität nutzen. Die nationale Agentur entwickelt dazu geeignete Bildungsprogramme und setzt diese um. Sie fördert und unterstützt Projekte und Partnerschaften in der Aus- und Weiterbildung auf nationaler und internationaler Ebene, sowohl im schulischen, im berufsbildenden als auch im ausserschulischen Bereich. Movetia will aber auch die Vorteile eines Austauschs besser bekannt machen und Personen in Aus- und Weiterbildung sowie Lehrpersonen für Austausch und Mobilität motivieren. 

Die bessere Vernetzung der verschiedenen involvierten Akteure ist ein weiteres Ziel der nationalen Agentur. Mit einer vertieften Koordination können Angebote genauer auf die Bedürfnisse abgestimmt und administrative und organisatorische Hürden abgebaut werden. Ziel ist, Austausch und Mobilität fest in der Bildungspolitik zu verankern. 

2017 als Übergangsjahr 
Das erste Betriebsjahr nutzt die nationale Agentur Movetia, um bestehende Aktivitäten zu erfassen und Bedürfnisse zu klären. Zeitgleich erarbeiten Bund und Kantone eine umfassende Strategie für Austausch und Mobilität in der Schweiz, bei der Movetia als zentraler Akteur mitarbeitet. Diese beiden Prozesse bilden die Grundlage, um bis Ende 2017 neue Programme zu entwickeln und bestehende zu ergänzen. 
Parallel dazu führt Movetia verschiedene bestehende Programme von Bund und Kantonen weiter, welche bisher von der ch Stiftung betreut wurden, zum Beispiel der Ferienaustausch für Jugendliche, die Sprachassistenzprogramme für Lehrerinnen und Lehrer oder die Schweizer Übergangslösung für Erasmus+. 

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor 
Erste Elemente für die Ausrichtung der nationalen Agentur sind aber heute schon klar: die bestehenden Aktivitäten von Bund und Kantonen, aber auch die vielen Projekte von Bildungsinstitutionen, von Verbänden und der Wirtschaft sollen einen wichtigen Platz im vielfältigen Angebot einnehmen. „Um mehr Jugendliche und mehr Bildungsinstitutionen für Austausch und Mobilität zu gewinnen und um neue Impulse zu verleihen, will Movetia neben den neuen Programmen auch eine bessere Vernetzung und damit mehr Sichtbarkeit für bestehende Initiativen erreichen“, betont Olivier Tschopp, der neue Direktor von Movetia. „Wir verstehen uns als Vermittler und Koordinator. Die Ziele können wir nur in enger Zusammenarbeit mit den Bildungspartnern erreichen – auf nationaler Ebene insbesondere mit den Kantonen. Wir wollen eine Struktur schaffen, die auf den Stärken der verschiedenen Akteure aufbaut und ihre Zuständigkeiten respektiert.

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