Call 2025 Kooperationen: Grosse Nachfrage – kleines Budget
Grosse Interesse an internationaler Projektförderung
Die Nachfrage bei den Kooperationen war 2025 so hoch wie nie zuvor: Für Kooperationsprojekte mit Schweizer Leitung («Internationales Programm») gingen 72 Projektanträge ein – deutlich mehr als im Vorjahr (2024: 49). Gleichzeitig stand mit 1.46 Millionen Franken ein kleineres Budget zur Verfügung (2024: 2 Mio. CHF). Auch bei den Teilnahmen an Erasmus+ Kooperationen zeichnet sich ein Rekord ab: Bislang gingen 80 Anträge von Schweizer Institutionen ein (2024: 47). Diese Zahlen zeigen: Die internationale Zusammenarbeit gewinnt weiter an Bedeutung, der Bedarf an Unterstützung ist hoch.
Was wird bei Kooperationen mit Schweizer Leitung gefördert?
Gefördert werden 19 Projekte, in denen Schweizer Bildungsinstitutionen mit internationalen Partnerorganisationen zusammenarbeiten – auf allen Bildungsstufen: von der Schul- über die Berufs- und Erwachsenenbildung bis hin zur Hochschulbildung und Jugendarbeit. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu stärken, Bildungsangebote weiterzuentwickeln und die internationale Positionierung des Schweizer Bildungssystems zu fördern.
Während in den Bereichen Schul-, Berufs-, Erwachsenenbildung und Jugendarbeit Projekte mit einem Förderbeitrag von je bis zu 150'000 CHF unterstützt wurden, blieb der maximale Förderbetrag in der Hochschulbildung sowie höheren Berufsbildung bei je 60'000 CHF– wie bereits im Vorjahr.
Geförderte Projekte 2025: Vielfalt in Themen und Partnerschaften
Die Projekte setzen neue Impulse für die internationale Zusammenarbeit – inhaltlich wie strukturell:
- Thematisch decken die Projekte ein breites Spektrum ab: von Gendergerechtigkeit, Demokratiebildung und digitalem Lernen bis zur Integration von Künstlicher Intelligenz beim Lernen und der Förderung inklusiver Bildung. Viele Vorhaben zeichnen sich durch eine hohe Innovationskraft aus – etwa durch den gezielten Einbezug bisher unterrepräsentierter Zielgruppen oder den Einsatz neuer Technologien.
- Mehrere Projekte verfolgen transdisziplinäre Ansätze: Sie kombinieren formale und non-formale Bildungsformate und binden Partnerinstitutionen aus Bildung, Forschung und Praxis ein.
- Die internationalen Partnerinstitutionen stammen aus ganz Europa und darüber hinaus. Besonders häufig beteiligt sind Organisationen aus Deutschland und Österreich (jeweils in 7 Projekten) sowie aus Kanada (in 5 Projekten).
- Auch auf Schweizer Seite zeigt sich eine breite institutionelle Beteiligung: Unter den antragstellenden Organisationen finden sich universitäre Hochschulen, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Berufsfachschulen, NGOs und Vereine. In zehn Projekten sind – zusätzlich zur koordinierenden Stelle – Schweizer Institutionen als Partnerinstitutionen aktiv beteiligt.
- Die meisten Projekte wurden im Bereich Schulbildung gefördert (6 Projekte), gefolgt von der Berufsbildung und der Tertiärstufe. Insgesamt spiegeln die Projekte das grosse Potenzial internationaler Kooperationen für eine innovative, inklusive und praxisnahe Bildung.
In dieser Tabelle finden Sie alle geförderten Projekte nach Bildungsstufe aufgelistet.
Nächste Infoveranstaltung am 4. Dezember 2025
Sind Sie interessiert, sich an einem Kooperationsprojekt zu beteiligen? Dann merken Sie sich den 4. Dezember 2025, 15:00–16:30 Uhr vor. In einer Online-Informationsveranstaltung erfahren Sie, welche Regeln im Call 2026 gelten und für welche Förderangebote Sie Anträge einreichen können. Weitere Informationen folgen im Herbst auf unserer Website und via Newsletter.
Weiterführende Informationen
Wussten Sie schon? Erasmus+ rückt näher
Mit der Paraphierung des EU-Programmabkommens steht die Schweiz der Assoziierung an Erasmus+ ab 2027 so nah wie nie. Die nötigen finanziellen Mittel sind Teil des Gesamtpakets Schweiz–EU, das voraussichtlich 2026 im Parlament behandelt wird.
Eine Assoziierung an Erasmus+ bedeutet unter anderem, dass Schweizer Bildungsinstitutionen eigene Erasmus+ Kooperationsprojekte leiten können. Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich frühzeitig über die politischen Entwicklungen und die Fördermöglichkeiten, zum Beispiel auf unserer Website: